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Neujahrstreffen am 10. Januar 2010

"Wir sehen uns in 14 Tagen wieder." Eine solche Aufforderung hatte es bislang bei den zurückliegenden 26 Neujahrstreffen der Gemeinde Bohmte noch nicht gegeben – wohl aber bei der 27. Zusammenkunft. Bürgermeister Klaus Goedejohann sprach sie am Sonntagabend in der Aula der Wilhelm-Busch-Schule aus.


Der Grund: Am frühen Morgen war das Benefizkonzert mit dem Osnabrücker Jugendchor witterungs- und krankheitsbedingt abgesagt worden. Neuer Termin ist Sonntag, 24. Januar, 17 Uhr, in der katholischen Dreifaltigkeitskirche. Und noch eine Programmänderung brachte das ausdauernde Winterwetter mit sich. Die Freunde der Bohmter Partnerstadt Gützkow in Mecklenburg-Vorpommern fehlten. Am Donnerstag hatten sie sich bei einem Telefonat noch optimistisch gezeigt, am Samstag erfolgte die Absage. "Das war auch besser so", sagte Goedejohann, "denn auf der Autobahn ging dort durch Schnee und Sturm nichts mehr. Sonst hätte es passieren können, dass die Gützkower Feuerwehr ihren eigenen Bürgermeister hätte evakuieren müssen." Gestrandete Autofahrer fanden nämlich Quartier, sprich Notunterkünfte, in Gützkow.


Neujahrstreffen 2010
Vergrößerung anzeigen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt. Foto: Wittlager Kreisblatt, Karin Kemper


Und noch jemand war vom Wetter besonders betroffen: Der Hausmeister der Hunteburger Schule, Michael Ellermann, sorgte dafür, dass Parkflächen und Zuwegungen zur Schule vorzüglich geräumt waren. Den Dank an ihn verband der Bürgermeister mit dem Lob für alle, die seit Wochen dafür sorgen, dass Wege und Straßen möglichst frei sind. Angesprochen waren dabei nicht nur die Profis, sondern alle Bürger, die zuverlässig die Wege räumen.

Den Reigen der Redner eröffnete Ortsbürgermeister Norbert Kroboth. Er wünschte allen Bürgern Glück, Gesundheit, Wohlergehen, Frieden und Zufriedenheit – nicht zuletzt im täglichen Miteinander. Er machte deutlich, dass Hunteburg eine Ortschaft mit rund 4000 Einwohnern, einem funktionierenden Vereinsleben und Miteinander ist.

Guter Brauch ist es, dass neben den Offiziellen Bürger aus vielen Bereichen der Gemeinde (von Schulen und Kindergärten über Fördervereine, Eltern bis hin zu Vereinen und Feuerwehr) zusammenkommen. Besonders erwähnt wurde Dieter Spanger, Geschäftsführer der Partnerschaftskomités Bolbec-Wittlage. Das geschah nicht zuletzt deshalb, weil vom 12. bis 16. Mai der 40. Geburtstag der (offiziellen) Partnerschaft mit dem Besuch der Freunde aus der Normandie gefeiert wird.

Goedejohann erinnerte in seiner Ansprache daran, dass die düsteren Prognosen für das zurückliegende Jahr zum Glück nicht alle eingetreten sind. Er verwies auf den relativ stabilen Arbeitsmarkt im heimischen Raum und das, obwohl fast jeder jemanden kenne, der von der Karmann-Misere betroffen sei. Zum Glück herrschten nicht überall Gier und Geiz, sondern es gebe viele verantwortungsbewusste Menschen – auch in den Unternehmen.

Geholfen habe auch das Konjunkturpaket II, mit dessen Hilfe öffentliche Gebäude saniert werden konnten. 26 der 34 Aufträge gingen an Betriebe in der Gemeinde Bohmte, vier an Altkreisbetriebe und vier nach außerhalb. Goedejohann sprach auch das Thema Klimawandel und Erderwärmung an – und Maßnahmen der Gemeinde wie das Gebäudemanagement, zu dem Dämmmaßnahmen gehören, Holzhackschnitzanlagen, die Kosten sparen und die Biogaswärme, die schnell zu Reizthema werde. Der Bürgermeister unterstrich: "Regenerative Energie haben auch Nachteile. Wir forcieren Biogas nicht. Entscheidend ist ein verantwortungsvoller Umgang."

Bürgersprecherin war Brigitte Bernhold, Hunteburgerin und Leiterin des katholischen Regenbogen-Kindergartens. Sie verwies darauf, dass es gilt, Kindern die besten Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten. Eltern müssten die für sie richtige Entscheidung treffen, sei es für die Krippe oder gegen sie. Beides verdiene Respekt. Und fest stehe, dass die Familie auf jeden Fall den wichtigen Entwicklungsrahmen für den Nachwuchs bilde. Für die Krippen, die in diesem Jahr in Hunteburg entstehen, gehörten die Qualität der Betreuung durch gut vorbereitete Erzieherinnen, die Räumlichkeiten und Standards (dritte Kraft) über die gesetzlichen Vorschriften hinaus.

Wie aktiv die Kirchengemeinde ist, machte Hans Sommer, der Pastor der katholischen Dreifaltigkeitsgemeinde, an einem Beispiel deutlich: So waren in Hunteburg 66 Sternsinger unterwegs und sammelten mehr als 6000 Euro für Not leidende Kinder in aller Welt. Seine guten Wünsche für das neue Jahr brachte Pastor Dr. Hans Jürgen Milchner von der evangelischen St.-Matthäus-Gemeinde Hunteburg mit einem Busch-Zitat auf den Punkt: "Das, worum du dich bemühst, das möge dir gelingen."

Text: Wittlager Kreisblatt, Karin Kemper 12.01.2010