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Shared Space - EU - Interreg
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Shared Space - EU - Interreg



Shared Space lebt von den Bürgerinnen und Bürgern!


Unser Projekt Shared Space lebt auch davon, dass angrenzende Grundstücke in die Gestaltung einbezogen werden. Ein besonderer Dank gilt hier Pastor Schwegmann, den Verantwortlichen in den Gremien der Kath. Kirchengemeinde Bohmte sowie den fleißigen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Einen Eindruck erhalten Sie hier!


Bevor es damals so richtig losging mit unserem Projekt in Bohmte, mussten wir überzeugen. Wen? In erster Linie unsere Bürgerinnen und Bürger natürlich! Aus diesem Grund fand eine Fahrt in die Niederlande statt, in der das Projekt schon realisert wurde.

Informationsfahrt in die Niederlande am 28. Juni 2005 fand großen Anklang



(Text: Wittlager Kreisblatt) Wenn die Zeit auch für ein Mittagessen und eine kleine Cappuccino-Pause reichte, so war die jüngste eintägige Busreise im Rahmen des EU-Projekts "Shared Space", zu der die Gemeindeverwaltung engagierte Bohmter aus Rat, Geschäftswelt und Bürgerschaft in die Niederlande eingeladen hatte, alles andere als eine Vergnügungstour.

Gruppenfoto in Drachten
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Gruppenfoto in Drachten

Wissensdurstig und neugierig schauten sich die Reisenden einen ganzen Tag lang Verkehrsprojekte und -konzepte, Kreisel, Geschäftsstraßen, verkehrsberuhigte Durchfahrten im Nachbarland an und informierten sich ausgiebig, gewannen viele wichtige Eindrücke, die mit dem ein oder anderen Aspekt auch für die bekannten Bohmter Problemstellungen noch sehr hilfreich sein können.
"In erster Linie einfach mal Eindrücke sammeln", das sei die Hauptzielsetzung bei diesem Tagesausflug gewesen, so auch Michael Fischer. Der Allgemeine Vertreter des Bürgermeisters stand an der Spitze der Bohmter Delegation. Erste Station der Holland-Fahrt war am Vormittag die Stadt Haren, ein Vorort von Groningen, wo Ben Hamilton-Baillie die Besucher aus Deutschland in Empfang nahm. Der Engländer aus Bristol ist einer der Experten im EU-Projekt "Shared Space", Architekt und Verkehrsplaner. Auf dem in Haren in Augenschein genommenen Straßenabschnitt fiel auf, dass alle Verkehrsteilnehmer ein recht harmonisches Miteinander eingingen.

Gruppe
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Gruppe

Ohne schwere Lkw, wohl aber mit Bussen, agieren hier Autos, Fahrräder, Motorräder und Fußgänger gleichberechtigt, in gemäßigtem Tempo, im Höchstfall 30 km/h, stets miteinander Blickkontakt haltend. Parkplätze gibt es im hinteren Bereich der Läden. Verkehrstechnische Maßnahmen stehen ganz im Hintergrund, unverwechselbare Umgebungselemente aber helfen, um ein rücksichtsvolles Verhalten aller Verkehrsteilnehmer zu fördern. Salopp formuliert bedeutet dies: Ich fahre vorsichtig, nicht weil hier Tempo 30 gilt, sondern weil es zahlreiche Fußgänger-überwege, aber auch Fahrrad-Querverkehr gibt. Beeindruckend in Haren ein Kreisel, dessen Insel einen Durchmesser von 20 Metern hat, Gelegenheit sogar zum Verweilen für Fußgänger, denn auf der Straße rundum geht es ja gemächlich zu. Das rasanteste sind hier noch die für Holland so charakteristischen Radfahrer.

In Oosterwalde sahen sich die Bohmter ein weiteres wohl gelungenes Konzept an. Durch Aufpflasterungen, Fahrbahnverengungen, einer breiten Fußgängertreppe hinunter zu einem Flusslauf und den weiteren Rückbau dieser einst sehr großen Straßenkreuzung, in dem vor einem öffentlichen Gebäude nun ein großer Platz zum Verweilen für Fußgänger geschaffen worden ist, entstand "ein Raum für Menschen". Auch hier galt bei der Umgestaltung: Fort mit Verkehrsschildern. Wenn die Leute sich im Miteinander des Blickkontakts über die Vorfahrt verständigen, fahren beziehungsweise gehen sie auch rücksichtsvoller.

Wasserspiel
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Wasserspiel

In Makkinga haben sich die Verantwortlichen im Zusammenhang mit der Verbannung von Schildern aus dem Straßenbild einen netten Spaß mit ernstem Hintergrund gemacht. So heißt esrund einen Kilometer vor dem Erreichen des kleinen Ortes: "Dies ist das letzte Verkehrsschild vor unserem Ort." Schließlich schaute sich die Bohmter Reisegruppe einen Innenstadtplatz in Drachten an. Der große Kreisel wirkt beeindruckender auf den Besucher, wenn er sich das Vergleichsbild in der EU-Broschüre zum "Shared Space"- Projekt anschaut, das die Kreuzung vor dem Umbau zeigt. Autoschlangen an den Kreiseleinmündungen sind in der Hauptverkehrszeit jetzt recht kurz und lösen sich in Sekundenschnelle auf.

Eine echte Sehenswürdigkeit in Drachten, das im Kern 30000 Einwohner hat und dank der Ansiedlung von Philips rasch anwuchs, ist am Rande des großen Verkehrsplatzes eine Vielzahl von Wasserfontänen, die so angeordnet sind, dass die Passanten - von den Schuhsohlen mal abgesehen - sozusagen nassfrei hindurchlaufen können, wenn der Wind Flaute hat? Doch Spaß beiseite: Das Ganze hat zwei Millionen Euro gekostet, und Ärger haben die Stadtväter auch immer wieder mit Vandalismus, so dass Vergleichbares für Bohmte sehr, sehr wahrscheinlich nicht machbar ist.

Auch wenn beim ersten Besichtigungspunkt in Haren doch etwas das Grün fehlte, empfand die Reisegruppe jene Verkehrsberuhigung als freundlich, zum Wohlfühlen. Inwieweit das für Bohmte teilweise umgesetzt werden könne, müssen in den Arbeitskreisen weiter in Ruhe diskutiert werden, so Michael Fischer. Jedenfalls gelte es, die Zahl von Kurz- und Dauerparkern in Bohmte erst einmal noch genauer zu analysieren. Ganz vom Lkw-Verkehr befreien könne man Bohmte wohl nicht, es aber - abgesehen vom notwendigen Zulieferverkehr - für die "Brummis" erschweren, durch die Bremer Straße zu fahren, das wünschten sich zahlreiche Mitreisende.

Die Projektsteuerungsgruppe wird sich voraussichtlich wieder am 14. September treffen. Auch einen ersten Rohentwurf für die Bohmter Ortsmitte innerhalb des EU-Projektgebietes sollen die beteiligten Planer dann bereits vorlegen können. Bleibt als weiteres Fazit des Bohmter "Hollandgangs" die unterwegs vollzogene "Stadtwerdung" Bohmtes.

Mit sichtlicher Freude nahm die heimische Delegation zur Kenntnis, dass in einer zum Projekt gehörenden EU-Broschüre, die auf der Fahrt verteilt wurde, von der "deutschen Kleinstadt Bohmte" die Rede ist. Ob solch eine Ehre auch Bad Essen und Ostercappeln, beides sind bekanntlich auch "nur" Gemeinden, irgendwann zuteil wird?



Fahrt nach Ipswich/Großbritannien vom 06.06.-08.06.2005



Treffen in Ipswich
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Treffen in Ipswich

Im Rahmen des EU-Projektes Shared Space nahm eine neunköpfige Gruppe von Mitgliedern der lokalen Projektsteuerungsgruppe aus Bohmte mit Bürgermeister Klaus Goedejohann an der Spitze am Second plenary Meeting in Ipswich teil. Vom 6. bis 8. Juni 2005 trafen sich alle sieben Projektteilnehmer, um den bisherigen Stand der lokalen Projekte zu erfahren und zu diskutieren.

Während des Treffens wurden auch die Partnerverträge zwischen den sieben Projektpartner feierlich unterzeichnet. Damit verpflichten sich die sieben Projektteilnehmer, ihre lokalen Projekte auf der Grundlage der Bestimmung des Förderprogramms INTERREG III B durchzuführen. Gleichzeitig wurde ein regelmäßiger Austausch zwischen den Projektpartnern vereinbart.

Höhepunkt aus Sicht der Bohmter Teilnehmer war die schriftliche Bestätigung, dass die Erweiterung des Bohmter Projektes auf nunmehr insgesamt 1.546.482,39 € durch das Programmsekretariat in Viborg genehmigt worden ist. Der Projektmanager des Lead Partners, der Provinz Friesland, Rob Duverge, übergab Bürgermeister Klaus Goedejohann ein entsprechendes Bestätigungsschreiben. Damit können neben dem städtebaulichen Planungsverfahren auch bauliche Maßnahmen im Bereich der Zuführung zur künftigen Mittelanbindung bis zum Jahre 2008 in Angriff genommen werden.

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