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COLOSSAL

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Sie leuchten mit ihren Scheinwerfern durch die Nacht, steigen im Kartoffellager auf und ab oder warnen vor vermeintlichen Minen: drei Kunstwerke des Projektes COLOSSAL Kunst Fakt Fiktion zeugen in Bohmte-Herringhausen von 2000 Jahren Varusschlacht. Die Gemeinde als Teil der VarusRegion beherbergt Skulpturen und Installationen von außergewöhnlicher Qualität – dank des weltweit tätigen Kurators Jan Hoet, der das Projekt im Auftrag des Landschaftsverbands Osnabrücker Land e. V. entwickelte.

Der Spanier Fernando Sánchez Castillo wählte als Standort für seine Arbeit „Franco Up Down“ einen ungewöhnlichen Ort: das Kartoffel-Lager auf dem Hof Maßmann in Bohmte-Herringhausen. Der in Madrid lebende Künstler, Jahrgang 1970, stellte für das COLOSSAL ein bereits bestehendes Kunstwerk zur Verfügung. Seine Skulptur stellt den spanischen Diktator Franco dar – auf einem Pferd sitzend. Doch anders als in der Geschichte hat nicht Franco das Sagen, sondern der Besucher: Nach Einwurf einer Euromünze muss sich Franco aus dem Sockel des Kunstwerks in die Lüfte erheben. Kurz bevor er an das Dach des Kartoffellagers stößt, kehrt sich die Mechanik um und der Despot verschwindet wieder in der Versenkung.

Der gebürtige Meppener Andreas Slominski lebt und arbeitet in Berlin. Er ist bekannt dafür, die Betrachter seiner Objekte in die Falle zu locken. Dies geschieht auch bei seinem Kunstwerk „123 n. Chr.“, das er für COLOSSAL konzipierte. Auf einer Wiese in Herringhausen stehen drei weiße Golf und wirken auf den ersten Blick wie ein wilder Schrottplatz. Doch die Scheinwerfer der Wagen – ergänzt durch eine Extra-Leuchte lassen nachts – quasi wie Morsezeichen – die Zahlen 1, 2 und 3 erkennen. „123 n. Chr.“ – welches geschichtliche Ereignis fand denn in diesem eingängigen Jahr statt? Die Frage des Betrachters bleibt unbeantwortet – es gab im betreffenden Jahr keine besondere geschichtliche Begebenheit.

Als seien diese beiden augenzwinkernden Kunstwerke nicht genug, hat auch der belgische Künstler Ives Maes (Jahrgang 1976, lebt und arbeitet in Antwerpen) auf dem Hof Maßmann und bei der Wiese irritierende Schilder in die Landschaft gesetzt. Fast an allen COLOSSAL-Standorten ist sein „Hazard Marking System“ vertreten, und überall erschrecken diese Zeichen zunächst durch ihre warnende Botschaft. Den Traum einer Welt ohne Landminen setzt der Künstler theoretisch radikal um in die Idee einer biologisch abbaubaren Waffe, deren Verfallszeitpunkt gleichwohl nicht wirklich kalkulierbar ist.

COLOSSAL umfasst insgesamt 24 Kunstwerke von 20 Künstlern an 14 Standorten. Für das Projekt ist ein 120 Kilometer langer Kunstparcours entwickelt worden, der sich für (Fahrrad-) Touren durch die wunderschöne Landschaft der VarusRegion anbietet. Ein ausgeschildertes Radwandersystem sowie GPS-Daten unterstützen die Planung. Zum Projekt ist ein 288 Seiten starker, leinengebundener Katalog erschienen (18,- Euro, ISBN 978-3-89946-130-5) sowie eine Radwanderkarte mit der gesamten COLOSSAL-Route (2,- Euro). Im letzten Jahr des Projekts hat der Landschaftsverband Osnabrücker Land e. V. als Träger ein spannendes Begleitprogramm entwickelt, das ebenso wie weitere Informationen unter T 0 54 03 / 7 24 55-0 oder colossal@lvosl.de angefordert werden kann. Weitere Führungsangebote und Informationen bietet die Website www.colossal.de.com.


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