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Geschichte

Geschichte der Ortschaft Bohmte



Im Jahre 1074 wurde Bohmte erstmals urkundlich erwähnt. Mit dieser Urkunde übertragen dominus Gisilbertus und domina Cuniza dem Bischof Benno II. und der Osnabrücker Kirche Essen und Bohmte und zwar anscheinend den ganzen Ort. Ihnen werden dafür auf Lebenszeit 4 Pfd. Zehntelgelder aus Gütern zu Bohmte und anderen Orten sowie zwei Wildschweine und 2 Hirschkühe zugesichert.

Urkunde
Die Ursprünge des Ortes Bohmte liegen noch weit vor der ersten urkundlichen Erwähnung im Jahre 1074. Zahlreiche Hügelgräber der Bronze- und Eisenzeit, die leider im 19. Jahrhundert zerstört wurden, lassen auf das hohe Alter der Siedlung schließen.

Der Name Bohmte entwickelte sich aus den früheren Bezeichnungen Bamwida, Bamwide, Bomwedde, Boemwedde, Boempte, und Bomte. Ab 1723 trägt der Ort den Namen Bohmte. Die früheren Bezeichnungen bedeuteten mal am oder im Walde; Baum im Sinne von Balken (engl. „Beam“ nicht „tree“) und „wida“ oder „Wede“ bedeutet Gehölz, Wald, heiliger Hain, also ein Malbaum für Kult- oder Gerichtszwecke an der Stelle der späteren Siedlung.

Bereits im Mittelalter führten wichtige Handelswege wie der Handelsweg Osnabrück - Bremen und Minden - Bramsche durch Bohmte. Dennoch blieb die Beschaffenheit der Wege sehr schlecht. Die große von Westen kommende Heeres- und Poststraße führte über Osnabrück - Ostercappeln, an der Leckermühle und Arenshorst vorbei, überschritt bei der alten Tappenburg (am jetzigen Bahnhof) die Hunte, lief längs durch Bohmte und gabelte sich dicht nördlich des Dorfes in die Poststraße über Minden nach Hannover und in die nach Bremen. Zur Förderung der Gemeinde hat die Poststraße zwar sicherlich beigetragen, aber sie war auch aufgrund ihres Zustandes bereits eins der gemeindlichen Sorgenkinder in der Zeit, als noch die Kaiserliche Reitende Briefpost auf ihr verkehrte.

In wirklich guten Zustand kamen die Straßen erst durch Napoleon I., der für militärische Zwecke eine Etappenstraße von Wesel über Münster - Osnabrück - Diepholz bis Bremen ausbauen ließ. Die Mutter des großen Philosophen Schopenhauer verknüpfte mit Bohmte und der Post schmerzliche Reiseerinnerungen. An der Postkutsche, die sie 1787 nach Berlin führen sollte, brach in Bohmte die Achse, wodurch die Reisenden zu einem unfreiwilligen Nachtquartier gezwungen wurden. Hiervon berichtete Frau Schopenhauer aber rühmend, daß die Liebenswürdigkeit des Postmeisters und seiner Frau in Begleitung eines „halben Dutzend kleiner, niedlicher Postmeisterlein“ die Härten des Mißgeschicks milderten.

Auch andere berühmte Persönlichkeiten kamen auf ihren Reisen durch Bohmte, wie im Jahre 1575 Bischof Heinrich III. von Sachsen-Lauenburg, Bischof Philipp Sigismund im Jahre 1591, Bischof Ernst August I. im Jahre 1662, König Georg II. von England im Jahre 1750 und König Ernst August im Jahre 1838. Diesen wurde bei ihrer Ankunft in Bohmte durchweg ein fürstlicher Empfang bereitet.

Mit der Eröffnung des Eisenbahnverkehrs von Osnabrück nach Bremen am 1. Juni 1873 war zugleich die postamtliche Posthalterei aufgehoben worden.

Der Eisenbahnanschluß an die zweigleisige Hauptstrecke Köln - Hamburg mit seinem starken Personen- und Güterverkehr war für die wirtschaftliche Entwicklung Bohmtes von größter Bedeutung. Zur weiteren Erschließung des heimischen Raumes wurde 1900 die Wittlager Kreisbahn Bohmte - Holzhausen und 1914 Bohmte - Damme gegründet. Das 1872 errichtete Bahnhofsgebäude ist der älteste Ziegelsteinbau Bohmtes, der die Verwendung von Holzfachwerk und Bruchsteinen ablöste.

1845 hatten der Grubensteiger Nickel und der reitende Förster Knippel aus Wittlage bei der Aufnahme von Steinbrüchen im Garten der Homann´schen Windmühle vor Bohmte ein flachliegendes Steinkohlenlager entdeckt und einen Schacht angelegt. Mittels einer Dampfmaschine wurden an der Südostseite der Ortschaft mit 53 Bergleuten aus drei Schächten täglich 168 doppelte hannoversche Himten, das sind 168 Zentner, zu vier Groschen je Zentner Steinkohle gefördert. Im Schacht Karoline wurde in 32 Meter Tiefe, im Schacht Felix in 18 Meter und 1923 im Felde Beharrlichkeit in 104 Meter Tiefe gefördert. Aber schon 1925 mußte der Abbau wegen geringer Mächtigkeit der Flöze, starker Wassereinbrüche und Trockenschäden in den Bohmter Brunnen aufgegeben werden.

Das Schulsystem in Bohmte reicht bis in das 17. Jahrhundert zurück. Im Küsterhaus neben der kath. Kirche wurde 1659 eine kath. Kirchspielschule gegründet. Heute besteht noch die Grundschule für Schüler des katholischen Bekenntnisses, Christophorus-Schule genannt, am Grundschulstandort in der Tilingstraße.

Die evangelische Schule wurde vermutlich bereits 1590, sicher aber 1616, von der Familie von dem Bussche auf Streithorst bei Hunteburg gestiftet. Wahrscheinlich stand die Schule in der Nähe der Kirche, wurde 1667 neu errichtet und 1787 an die heutige Stelle des Schulzentrums Bohmte verlegt, wo 1859 das vordere Gebäude errichtet wurde.


Geschichte der Ortschaft Hunteburg


Zeuge der Geschichte des Ortsteils Hunteburg ist noch heute das Amtshaus auf dem Eckgrundstück zwischen Dorfstraße und Alter Hunte. An dieser Stelle errichtete der Osnabrücker Bischof Gottfried Graf von Arnsberg 1324 die Hunteburg. Rund um dieses Bauwerk entwickelte sich in den darauffolgenden Jahrhunderten die Ortschaft, auf die sich der Name der Burg übertrug. Mit dem Bau der Hunteburg gelang es dem Bischof von Osnabrück, sich endgültig die Landeshoheit bis zur Hunte zu sichern. Zusätzlich zum militärischen Auftrag erhielt die Burg nun verwaltungspolitische Aufgaben, es wurde eine Behörde eingerichtet, die den dazugehörigen Bezirk, das Amt Hunteburg, zu betreuen hatte.
Mit der Gründung der Burg begann sich das erste Gemeindeleben zu entwickeln. Die Einwohner Hunteburgs legten damals noch weite Kirchwege nach Ostercappeln zu Fuß zurück, bis im 14. Jahrhundert eine Burgkapelle in Hunteburg errichtet wurde.
Die ev.-luth. Kirchengemeinde Hunteburg wurde 1815 gegründet. Die Schule zu Meyerhöfen wurde 1776 erbaut. Zum Bau des Schulhauses haben die drei damaligen Gemeinden Schwege, Meyerhöfen und Welplage beigetragen. Es gab Bahnverbindungen und eine Post.
Wilhelm Busch

...und auch sonst hat sich viel getan, sogar der Dichter Wilhelm Busch, nach dem die Grund- und Hauptschule benannt wurde, war von seinen Besuchen in Hunteburg in den Jahren1894 – 1897 mehr als begeistert.



Geschichte der Ortschaft Herringhausen-Stirpe-Oelingen


Die Gründungszeit der Siedlungen Stirpe und Oelingen geht bis in die Zeit um 800 v.Chr. zurück. Bereits 1240 wird Stirpe als „Stederdarpe“ in einem Schriftstück erwähnt. In einer Urkunde von 1393 werden die Bauerschaften Stirpe und Oelingen gemeinsam genannt. Die Siedlungen Stirpe und Oelingen wurden entlang des Wiehengebirges zu Schutzzwecken und auch wegen der Nähe des Waldes als Brennmaterialquelle angelegt. Die frühe Zusammenfassung ergibt sich aus der Nachbarschaft von Siedlung und Flur auf schmalen Lößstreifen vor dem Nordosthang des Wiehengebirges. Die Bauerschaft „Herigerinchusen“ taucht im 14. Jahrhundert in einer Urkunde im Staatsarchiv zu Osnabrück aus der Zeit des Osnabrücker Bischofs Benno II. auf.
Kirche Arenshorst
In Herringhausen gab seit diesem Zeitpunkt auch schon die Güter Arenshorst und Langelage, die ev.-luth. Kirche seit Ende des 15. Jahrhunderts und die Schule seit 1722. Der Bau des Mittellandkanals in den Jahren 1910 bis 1914 trennte den Ortsteil Lecker von Herringhausen ab, für die Landwirtschaft bedeutete dieses Vorhaben einen Verlust an Ackerland und bestem Boden.
Geschichte geschrieben hat in Herringhausen Reinhold Tiling, Raketenpionier, auf dessen Mehrstufenprinzip auch heute noch die moderne Raumfahrt basiert. Auf dem Gelände des Gutes Arenshorst erinnert ein Denkmal an die Katastrophe vom 10. Oktober 1933, der er und seine beiden Helfer bei einer Explosion in seiner Werkstatt zum Opfer fielen.






Seit der Gebietsreform am 01.07.1972 bilden die Ortschaften Hunteburg und Herringhausen-Stirpe-Oelingen zusammen mit Bohmte die Gemeinde Bohmte.

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